Sportgemeinschaft Gittersee e.V.

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Am 11. und 12. Februar 2017 reiste unsere erste Mannschaft zum ersten bayerischen Auswärtswochenende nach Franken. Aufgrund der sachsen-anhaltinischen Ferienzeit und krankheits- sowie arbeitsbedingten Ausfällen schlugen wir am Samstag beim 1. BV Bamberg in ungewohnter, aber numerisch antrittsberechtigter Formation auf. Der Ältestenrat im heutigen Team sah bei den Aufstellungsgesprächen eine entfernte Chance auf vier Punkte, die logischerweise auf die jahrelange Regionalligaerfahrung, mathematischer Siegeswahrscheinlichkeitsrechnung und hellseherischen Fähigkeiten beruhen sollte. Und so wurde das eigen vorhandene Spielerpersonal entsprechend rotiert - da ließen wir uns auch nicht von der oscarreifen Einspielvorstellung ganzer sechs Bamberger Herren beirren.

Hellmut befand sich glücklicherweise zum Zeitpunkt der mittlerweile traditionell respektlosen Vorstellung der Gastmannschaft noch in der Kabine, sonst wäre es wohl noch vor dem ersten Aufschlag zum Eklat gekommen.
Unser erstes Herrendoppel um Tom und Ronny starteten das Match nach einem von den beiden gewohnten Fehlstart gegen Jonathan McDonald und Daniel Fricke mit Satz Nummer zwei und waren von da an bis kurz vor Ende des Matches die bessere Paarung. Am Ende behielten sie die Nerven und sicherten uns mit einem Dreisatzerfolg das 1:0. Der erste Punkt auf dem Weg zum Unentschieden wurde gefunden.
Parallel spielten Isi und Sandra Zdzieblik gegen die Bamberger Paarung um Sabereh Kabiri und Meike Hartenstein. Eine Zweisatzniederlage für unsere uneingespielten Damen sollte keine Überraschung sein, jedoch aber ihre bemerkenswerte Leistung. Mit einem 15-21 und 12-21 konnte man stellenweise gut mithalten. Neuer Spielstand 1:1.
Das zweite Herrendoppel bestritten Ludwig und Lukas Bram gegen die unbekannten Bamberger Sebastian Franz und Vladislav „Vlad“ Bezginskij. Die Gebrüder Bram ließen zu keiner Zeit einen Zweifel daran, wer dieses Spiel gewinnen wird. Sollte mit einer aufgeregten Vorstellung unseres Regionalligadebütanten gerechnet werden, wurden jegliche Zweifel mit präzisen Smashs aus dem Weg geräumt. Nicht wirklich gesucht, aber quasi drüber gestolpert, der zweite Punkt zum 2:1.
Das anschließende Dameneinzel von Isi gegen Kabiri wurde unerwarteter Weise bereits zum frühen Zeitpunkt der Partie zu einem Bonusspiel, hatte der Mannschaftsrat im Vorfeld nämlich hier und nicht im zweiten Herrendoppel Siegeschancen berechnet. Man sollte zunächst Recht behalten, denn es wurde im ersten Satz ein Duell auf absoluter Augenhöhe. Leider ging es mit einem unglücklichen 21-23 zum Seitenwechsel. Die Bambergerin zog dann zusätzliche Energie aus dem knappen Satzgewinn während Isis Kräfte schwanden. Neuer Zwischenstand 2:2.
Parallel startete bereits Ronnys diesjähriges Einzeldebüt gegen Stephan Sartoris. Bereits zur Halbzeit des ersten Satzes wurde schnell klar, dass hier das Ziel einer taktischen Aufstellungsmaßnahme – im Fachjargon auch „eingeplant kontrolliertes Weglassen“ – bedient wird. Spielstand 2:3.
Und so war Ronny pünktlich zum ersten Herreneinzel von Tom gegen McDonald nach dessen 9-21 Erstsatzniederlage erschienen um diesen zu ermahnen, dass doch er und nicht etwa Tom - wie im Vorfeld taktisch ausgeklügelt - fürs Weglassen am heutigen Tage zuständig ist. Tom schien verstanden zu haben und hielt den zweiten Satz bis zum Ende offen. Der große Wille sollte ihn durch ein 21-18 in einen Entscheidungssatz führen. Eine souveräne Sechs-Punkte-Führung zum Seitenwechsel wurde schnell zu einem 13 beide. Was unser Team dann beobachten durfte war wohl eine der stärksten spielerischen Phasen unserer Nummer Eins in seiner Laufbahn. Hoch konzentriert, läuferisch am Limit und gepusht mit einem absoluten Siegeswillen ließ er seinem Gegenüber keinen Punkt mehr und machte den am Ende deutlichen Dreisatzerfolg perfekt. Man würde bei Tom wohl gerne sagen drüber gestürzt, aber nein er ist marschiert, marschiert zum 3:3.

Schon parallel zum Ende des ersten Herreneinzels hatte das dritte Herreneinzel von Ludwig gegen Fricke begonnen. Man muss kein Mathematiker sein um die Favoritenrolle hinsichtlich der aktuell bestechenden Form Ludwigs zu unseren Gunsten zu berechnen und so war dieses Spiel im Vorfeld zum „sicher zu findenden“ Punktgewinn auserkoren. Damit einhergehend und nicht zu verachten bleibt der Siegesdruck, der im ersten Satz weitestgehend zu sehen war. Ludwig lag teilweise vermeintlich uneinholbar zurück, konnte sich aber zum Ende des Satzes numerisch wieder herankämpfen, während er zu diesem Zeitpunkt bereits der leicht bessere Spieler war. Unglücklich hingegen ging es dann doch mit einem 19-21 auf die andere Seite. Der zweite Satz begann ausgeglichen und zur Halbzeit konnte sich kein Spieler wirklich absetzen. In der entscheidenden Phase spielte Ludwig jedoch bemerkenswert unaufgeregt und konzentriert und sicherte mit 21-18 den Satzgewinn. Satz drei wurde von ihm durchgehend dominiert. Die Kräfte des Gegners schwanden sichtlich und so gingen alle längeren Ballwechsel an Ludwig. Mit einem am Ende ungefährdeten 21-13 entschied er das Spiel für sich. Schnell lag man sich vor Freude in den Armen, das 4:3 und damit der Punktgewinn war gesichert.
Es folge das abschließende Mix. Lukas und Sandra sahen sich Sartoris und Hartenstein gegenüber. Im Überschwang der Freude baute sich hinter den beiden die schwarz-gelbe Elbefront auf, um die beiden bei ihrem Spiel lautstark zu unterstützen. Eine wirklich sehr gute Vorstellung konnte unsere krasse Außenseiterpaarung darbieten. Erkennbar auch daran, dass eben auch lautstarke Motivationsrufe von Sartoris nicht ausblieben. Die Niederlage ließ sich leider nicht vermeiden und so ging unser Mix mit einem beachtlichen 15-21 und 11-21 zum letzten Handschlag des Tages zum Netz.
1. BV Bamberg – SG Gittersee 4:4
Nach diesem überraschenden Punktgewinn führte uns die Reise noch am Samstagabend in die Unterkunft nahe Nürnberg, wo wir den Erfolg bis in die Nacht, und gleichzeitig in Isis Geburtstag, hinein feierten. Alles Gute nochmal!
Auch wenn alljährlich in der Halle des ESV Flügelrad Nürnberg frostige Bedingungen herrschen, wurden wir wie immer wärmstens von den Spielern und Verantwortlichen der Heimmannschaft empfangen. Das Taktikbrett und die Statistiken ließen wir im Auto, denn ein Punktgewinn erschien uns am heutigen Tage als aussichtslos.
Wie am Vortag schlugen Tom und Ronny im ersten Herrendoppel auf und sahen sich Thomas Nirschl und Manuel Massari gegenüber. Unsere Jungs erwischten einen nicht unerwarteten Kaltstart nur leider wurde es zu keinem Zeitpunkt des Matches besser. Am Ende steht eine verdient deutliche Zweisatzniederlage. Spielstand 0:1.
Isi und Sandra zeigten sich im Damendoppel zumindest spielerisch in einer besseren Tagesform als unsere Jungs, jedoch waren die Gegnerinnen um Vanessa Seele und Julia Fischer zu stark. Es folgte Ebenfalls eine Zweisatzniederlage. Zwischenstand 0:2.
Ludwig und Lukas sollten mit Frank Schlosser und Marc Schwenger im zweiten Herrendoppel eine Mammutaufgabe vor sich haben. Mit 8-21 stellte das Heimduo schnell klar, wer hier als Sieger vom Feld gehen wird. Doch der zweite Satz verlief über weite Strecken eng. Unsere Paarung verkaufte sich Klasse und entschied auch längere Ballwechsel für sich. Am Ende kann man mit einem 16-21 mehr als zufrieden sein. Spielstand 0:3.
Das folgende Dameneinzel bestritt Isi gegen Seele, der besten Einzeldame der Liga. Die Mannschaft und auch Sie hofften auf ein mögliches Geburtstagsgeschenk, welches sie sich mit einem Erfolg machen könnte. Nach klar verlorenen ersten Satz spielte Isi das starke Niveau ihrer Gegnerin auf Augenhöhe mit und hielt den Ausgang bis kurz vor Ende offen. Ein bisschen unglücklich und auch den schwindenden Kräften geschuldet musste sie sich dennoch mit 17-21 geschlagen geben. Zwischenstand 0:4.
Toms Einzel gegen Nirschl sollte zu einer kurzen Vorstellung werden. Der Gegner hatte sichtliche Probleme mit seinem Knie und musste verletzungsbedingt beim Stande von 17-5 für Tom aufgeben. Der Anschluss 1:4.
Das Mix spielten heute Ronny und Sandra gegen die eingespielte Paarung Schlosser und Fischer. Weitestgehend offen konnte man den ersten Satz gestalten. Nur am Ende haben die Gegner unsere Paarung geschickt ausgespielt und damit den ersten Satz für sich entschieden. Im zweiten Satz musste man auch schnell akzeptieren, dass die Bamberger die bessere Paarung sind. Zwischenstand 1:5.
Auf dem Nachbarfeld hatte derweil das mit Spannung erwartete zweite Herreneinzel zwischen Ludwig und Massari begonnen. Das Spiel wurde anfangs von den schnellen Schlägen Massaris betont, doch mehr und mehr Konnte Ludwig ihm sein Spiel über längere Ballwechsel aufzwängen. Der erste Satz ging zwar noch mit 21-18 an den Bamberger, doch man durfte gespannt sein, ob dieser mit der Fitness von Ludwig mithalten kann. Der zweite Satz war bis zum letzten Drittel ausgeglichen doch dann kam die doch erwartete Schwächephase von Massari, die Ludwig konsequent ausnutzte und seinem Gegenüber keine Luft zum Atmen gab. 21-17 für Ludwig. Der Entscheidungssatz begann mit einer hohen Führung für unseren Spieler zum Seitenwechsel, doch die Pause nutzte wiederum Massari um neue Kräfte zu sammeln. Es wurde nochmal eng, aber hintenraus hatte Ludwig deutlich den längeren Atem und gewann verdient mit 21-16. Eine klasse Leistung und somit das 2:5.
Das abschließende Spiel bestritt Lukas gegen Schwenger. Von vornherein war klar, dass unser Spieler hier Lehrgeld zahlen wird, jedoch bekommt man bei Marc Schwenger auch einiges mehr zu sehen. Lukas durfte hautnah eine Mischung von gekonnten Trickshots und peinlichen Misshits seines Gegners miterleben. Aufgrund dessen war es für alle Spieler eine angenehm unterhaltende Abschlussvorstellung, wobei Lukas seine Chancen, wenn er denn mal welche bekam, konsequent nutzte. Mit 10-21 und 17-21 ist das ein gutes Ergebnis für ihn.
ESV Flügelrad Nürnberg – SG Gittersee 6:2
Einen Punktgewinn unter diesen personellen Voraussetzungen hatte vor diesem Wochenende keiner erwartet. Ein großer Dank geht an Lukas für den kurzfristigen Einsatz auf unserer Auswärtsreise. Ein noch größerer Dank geht im Namen der gesamten ersten Mannschaft an Sandra Zdzieblik für Ihren Einsatz in den letzten Jahren und vorallem in dieser Saison als Stammspielerin der ersten Mannschaft.
Am 4. und 5. März geht die schwierige Reise zu den letzten beiden Punktspielen der Saison nach Unterdürrbach und zum vorzeitigen Meister Marktheidenfeld. Wer dachte, dass wir mit 10 Punkten den direkten Klassenerhalt gesichert haben, liegt leider falsch. Wir sind punktgleich mit, aber vor Leipzig auf Platz 5, welche die selbe Reise wie wir antreten werden und einen Punkt vor Bamberg, die aber zum Abschluss noch das Schlusslicht Marienberg zu Gast haben. Es deutet sich ein Fernduell mit Leipzig um Relegationsplatz 7 an.
Eure erste Mannschaft

 

 

1. BV Bamberg - SG Gittersee 1.: 4-4
ESV Flügelrad Nürnberg 1. - SG Gittersee 1.: 6-2

 

 

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